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Das Projekt hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen. Einen Amiga 2000 komplett neu aufzubauen. Mir war von Anfang an klar, es wäre sicherlich einfacher sich einen alten A2000 über ebay zu kaufen. Aber auf der anderen Seite lerne ich den A2000 auf eine ganz andere Weise kennen und habe ihn eigenhändig zusammengebaut.

Basis für das Rebuild ist der Remake des PCB-Layouts des A2000: https://github.com/Floppie209/Amiga2000-remake. Der Remake fußt auf der Revision 6.2 des Boards und wurde in ein paar Details angepasst. So ist z.B. kein Anschluss für einen Trommel-Akku, der ja bei den alten A2000er oftmals auslief und für Schäden an den Leiterbahnen sorgte, vorgesehen. Stattdessen ist ein Batterienhalter für eine Knopf-Batterie, wie sie teilweise als CMOS-Batterie in PCs üblich war.

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Aktuell baue ich die passiven Bauelemente auf. Dabei stieß ich auf ein Vertändnisproblem, als ich diesen Bereich bearbeitet hatte.

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Klassisches RTFM-Problem, denn auf der Github-Seite ist das schon beschrieben. Hier werden tatsächlich R2 und C1 freischwebend montiert. Im Readme-File stand dazu noch "The only thing not applied are footprints for the r2-c1 combo as it involves moving a lot of traces and I dont know what it does to the working of the board. All other 6.2 fixes are applied."

R2 C1opt

 

 

 

 

Das Projekt ist zeit- und kostenintensiv. Die BOM (https://github.com/Floppie209/Amiga2000-remake/blob/master/Amiga2000rev6.2.incl.mods.1.8.5.BOM.txt) ist sehr lange, wer nicht eh schon einen Vorrat an Bauteilen hat, der muss hier einiges investieren. Ich habe mich hier gegen die in der BOM aufgeführten Kohleschichtwiderstände gegen Metallschichtwiderstände, die ich in Massen im Vorrat habe, zu ersetzen. Lediglich zwei Widerstände müssen laut BOM 0,5 Watt abkönnen. Da meine Metallschichtwiderstände alle 1/4 Watt haben, muss ich hier tatsächlich die zwei nachkaufen.

Für die Custom-Chips wird ein A500 Organspender spielen. Ich konnte günstig ein A500 Board mit allen Custom-Chips, MC68000 und RAMs bekommen. Wesentlich günstiger als in der Summe die Chips einzeln.

Einzelne Komponenten bekommt man nur sehr teuer über ebay und Konsorten. Teilweise sind das Mondpreise, oder der Artikelstandort ist in Übersee, was sich dann durch horrende Versandkosten bemerkbar macht (neben den eh schon überzogenen Artikelpreisen). Hier setze ich auf das Prinzip Hoffnung und habe die Teile in China bestellt - teilweise im Cent-Bereich. Ob das was wird - oder wieder Fakes kommen (siehe Fakes aus China) wird sich leider erst zeigen, wenn die Teile da sind. Bisher hatte ich aber immer Glück, dass ich den Bestellwert ersetzt bekam, wenn ich die Artikel reklamiert habe, meist ohne Rücksendung der falschen Artikel. Es lohnt sich hier immer Kontakt mit dem Händler aufzunehmen und zu reklamieren.

 

Rebuild an Amiga 2000 - Teil 1
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